Wie sieht die optimale Gesundheitsversorgung aus? Was braucht es an medizinischer Hilfe und ergänzenden und unterstützenden Angeboten für gesundes Leben in einer ländlichen Region wie der Samtgemeinde Fredenbeck und auch für die Arbeit in Berufen des Gesundheitswesens und der Pflege? Die Samtgemeinde Fredenbeck will auf diese Fragen gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern und Experten und Experten des Gesundheitswesens Antworten finden und eine Strategie „Gesundheitscampus Fredenbeck. Vernetzen. Versorgen“ entwickeln. Auftakt der im Rahmen des Projekts „Zukunftsräume Niedersachsen“ geförderten Initiative ist eine Beteiligungsveranstaltung am 5. Juni 2024 zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr in der Geestlandschule Fredenbeck.
„Unsere Samtgemeinde Fredenbeck mitten in der Metropolregion Hamburg ist ein attraktiver Standort mit vielen Perspektiven für junge und alte Menschen“, erläutert Bürgermeister Matthias Hartlef, „allerdings fehlt noch ein Konzept für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung. Wir wollen von Anfang an über verschiedene Wege so viele Bürgerinnen und Bürger und Expertinnen und Experten wie möglich einbinden. Wir wissen, dass wir vor großen Herausforderungen in der gesundheitlichen Versorgung stehen. Deshalb wollen wir jetzt starten, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.“
Der Auftakt auf dem Weg zu der Strategie, dem „Gesundheitscampus Fredenbeck“, findet am 5. Juni 2024 in der Geestlandschule Fredenbeck statt. „Wir freuen uns, Gastgeberin für den Start der Entwicklung eines Gesundheitscampus Fredenbeck zu sein. Das Thema Gesundheit hat bei uns eine hohe Relevanz. Wir haben einen eigenen Schulsanitätsdienst, mit Geestlandia sogar eine Schülerfirma mit einem Schwerpunkt Gesundheit & Soziales und weitere gesundheitlich relevante Angebote, an die wir gut anknüpfen können“, berichtet Schulleiterin Tanja Bovenschulte. Die Geestlandschule ist auch Teil der Initiative „Bewegte Schule Niedersachsen
Zum Auftakt am 5. Juni in der Geestlandschule Fredenbeck stehen Informations- und Beratungsangebote zu Prävention und Gesundheitsförderung, Versorgungsstrukturen wie Arztpraxen, Krankenhaus, Pflegeheim, Pflege- und Rettungsdienst, Kranken- und Pflegekassen sowie verschiedene Aspekte der telemedizinischen Versorgung im Mittelpunkt. Der gesamte Tag ist sehr offen und interaktiv gestaltet.
„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger miteinander an Themeninseln zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Gesundheit ins Gespräch bringen. Personen, die sich wie Hummeln lange und intensiv zu einem Thema einbringen, sind genauso willkommen wie Personen, die wie Schmetterlinge von Themeninsel zu Themeninsel wandern, aber überall ihre Spuren hinterlassen“, erläutert Christine Becker von Salutoconsult. Sie verantwortet die fachliche Beratung, Konzeption und Moderation. Co-moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Waldner, twkom, der auch die Kommunikation der Strategie-Entwicklung über alle Kanäle verantwortet.
Am Nachmittag der Auftaktveranstaltung „Gesundheitscampus Fredenbeck“ wird dann eher Publikum erwartet, das in Gesundheitsberufen und der Pflege arbeitet, also Ärztinnen und Ärzte der Region sowie Vertreterinnen und Vertreter von Krankenhäusern und therapeutischen Einrichtungen. Sie sind eingeladen sich mit anderen Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens zum Austausch zu treffen.
„Wir denken mit unserem Gesundheitscampus ganzheitlich. Es geht um mehr als um die akute medizinische Versorgung vor Ort. Prävention wird ein großer Schwerpunkt sein und auch über die Möglichkeiten der Telemedizin und der Digitalisierung wollen wir mehr erfahren“, erläutert Dr. Sylvia Metz, praktizierende Hausärztin in der Samtgemeinde.
Am Ende der Auftaktveranstaltung soll ein erstes Bild für die Eckpfeiler des „Gesundheitscampus Fredenbeck. Vernetzen. Versorgen“ stehen. Abgeschlossen wird der Auftakttag um 17.00 Uhr mit einer zusammenfassenden Podiumsdiskussion, an der auch Dr. Stephan Brune, Bezirksvorstand Stade der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, teilnehmen wird.
„Wir starten ganz bewusst zweiteilig in den Prozess auf dem Weg zum Gesundheitscampus Fredenbeck: Von Anfang an wollen wir die jungen Menschen, Schülerinnen und Schüler, genauso einbinden, wie die Expertise von Praktikerinnen und Praktikern und weiteren Fachleuten. Beide Perspektiven sind wichtig, um zu einer wirksamen Strategie der Gesundheitsversorgung in Fredenbeck zu kommen“, erläutert Liane Knabbe, Leiterin der Koordinierungsstelle Fördermittel in der Samtgemeinde Fredenbeck.
Auch andere Institutionen der Versorgungsregion, z.B. das Gesundheitsamt und das Kreiskrankenhaus in Stade oder die Kliniken in Hamburg haben die Möglichkeit diesen Prozess mitzugestalten.
Kontakt:
Gesundheitscampus Fredenbeck
Samtgemeinde Fredenbeck
Fr. Liane Knabbe
Schwingestraße 1 | 21717 Fredenbeck
Web: www.fredenbeck.de/gesundheitscampus
Mail: gesundheitscampus@fredenbeck.de
Telefon: 0 41 49 - 91 103
